Als Feinstaub bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu
Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Die
winzigen Partikel sind mit bloßem Auge nicht wahrzunehmen. Nur während
bestimmter Wetterlagen kann man Feinstaub in Form einer „Dunstglocke"
sehen.
Es gibt aktuell drei verschiedene Arten von Plaketten. Die Farbe richtet sich nach dem Schadstoff-Ausstoß des Autos. Grün gibt es für die saubersten Autos, gelb und rot bekommen Dieselfahrzeuge. Vorläufig geben alle Plaketten Zufahrt zu den zukünftigen Umweltzonen. Möglicherweise werden später aber Kernzonen eingerichtet, in die dann nur Autos mit bestimmten Plaketten fahren dürfen.
Die Plaketten-Regelung soll die Gesundheit schützen. Die Europäische Union gibt Höchstwerte für den gefährlichen Feinstaub vor. Auch Autos belasten die Umwelt stark mit Feinstäuben - deshalb werden jetzt in vielen besonders stark befahrenen Regionen Sperrgebiete für Fahrzeuge mit hohem Schadstoff-Ausstoß eingerichtet.
Vorerst sind überwiegend Fahrzeuge mit höheren Schadstoff-Emissionen betroffen, die keine Plakette erhalten. Dies betrifft Diesel Fahrzeuge mit Abgasstufe Euro 1 und schlechter sowie Benziner ohne geregelten Kat, zum Teil wird aber auch bei älteren Kat-Fahrzeugen keine Plakette erteilt. Von Verboten generell ausgenommen sind Motorräder, dreirädrige Fahrzeuge, landwirtschaftliche Zugmaschinen, Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr sowie Krankenwagen.
Gekennzeichnet werden die Verbotszonen durch die unten gezeigten Schilder. Durch ein Zusatzschild ist erkennbar welche Plakettenfarbe zur Durchfahrt benötigt wird.
Wer in den Umweltzonen ohne passende Feinstaub-Plakette erwischt wird, zahlt 40 Euro Bußgeld und bekommt einen Punkt in Flensburg.
Sie sollten die Plakette gut sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigen. Empfehlenswert ist eine Anbringung an der Beifahrerseite unten.
Ja, da auch bestimmte Fahrzeuge mit Otto – Motor den Fahrverboten unterliegen.
Da Gas-Fahrzeuge einen Otto-Motor haben, gelten die gleichen Regelungen wie für Benziner.
Genauso wie deutsche Autobesitzer müssen sie sich eine Plakette besorgen, wenn sie in Umweltzonen fahren wollen - übrigens gelten Fahrverbote im Ausland auch für deutsche Touristen.
Die gesundheitliche Relevanz von Feinstaub ist unbestritten:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht allein für Deutschland von 75.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr aufgrund der Feinstaubbelastungen aus. Außerdem ist Feinstaub Mitverursacher von Herz-Kreislauferkrankungen sowie von chronischen Erkrankungen beispielsweise der Atemwege. Häufige Auswirkungen einer hohen Feinstaubbelastung sind
verstärkte Allergie-Symptome, die Zunahme von Asthmaanfällen und allgemeine Atemwegsbeschwerden.
Das hängt von der Schadstoffklasse ab. Pkw der Gruppe 1 ohne geregelten Katalysator, Diesel-Autos nach Euronorm 1 oder schlechter, sowie Lkw nach Euronorm 1 und schlechter bekommen gar keine Plakette.